Wilma Roth       Menschen, Tiere und Objekte


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  "Der richtige Weg, das Leichte zu finden, ist,
   den richtigen Weg zu vergessen und zu vergessen, dass er leicht ist"


  
                 Zhuang Zhou, chin. Philosoph, 290 v.Ch.


Ich arbeite in erster Linie mit Beton, Pappmachè, Textilem und allem was sich so in ‚Haus und Hof' findet. Meine Themen finde ich im Alltag. Dort wo sich zwischen Arbeit und Haushalt, zwischen Handeln und Hektik Momente der Ruhe finden und Wünsche auftauchen. Die Tagträume erfahrener und tatkräftiger Frauen und Männer interessieren mich, ihre Haltungen und ihre Sehnsüchte nach Entspannung und Leichtigkeit im Leben.

Die Materialien, mit denen ich arbeite, sind vielfältig. Ich mag Beton mit seinen unerschöpflichen Verarbeitungs- und Gestaltungsmöglichkeiten und er passt zum unkomplizierten und unprätentiösen Ausdruck meiner Kunst. Ebenso bediene ich mich gerne aus der unendlichen Vielfalt der Textilien und liebe Pappmaché, sowie die Zartheit und den Kontext alter und bedruckter Papiere. Alltagsgegenstände, die mich an meine dörfliche Heimat erinnern, inspirieren mich und meine Hoffnung ist beständig grün.

Der immer wieder auftauchenden Versuchung nach Idylle setze ich gern Widersprüchliches entgegen. Meine Aufmerksamkeit gilt den ungewöhnlichen Zusammenstellungen. Ich spiele mit Größenmaßstäben, kombiniere Hartes und Weiches, Gefundenes und Geformtes, Gegossenes und Gehäkeltes.

Meine Kunst ist der Ort, an dem ich mir erlaube, mich mit meinen Ideen zu amüsieren und mich in deren Umsetzung zu verlieren. Hier traue ich mich, Bedenken über Bord zu werfen und meine kindlichen Sehnsüchte nach Heimat und Harmonie sowie meine erwachsenen Wünsche nach Ruhe und Entspannung auszudrücken. Mein rheinländisches Schneiderinnen- und Lehrerinnenherz sorgt dafür, dass ich dabei meinen Sinn für Qualität, meine Freude an der figürlichen Umsetzung von Haltungen und Proportionen, die "Herzensjüte", und einen heiteren, kritisch wohlwollenden Blick auf die Menschen und mich selbst nicht verliere."